Jonathan Barnes: Das Albtraumreich des Edward Moon
“Seien Sie gewarnt – diese Buch besitzt keinen wie auch immer gearteten literarischen Wert!”
Buchhändlers Liebling! Alle Leser bekamen glänzende Augen und ein verzücktes Lächeln…
London, kurz nach dem Tod Königin Victorias. Edward Moon, Bühnenzauberer mit abnehmendem Erfolg und Hobby-Detektiv mit angeschlagenem Ruf, wird von Scotland Yard gebeten, bei den Ermittlungen in einem absonderlichen Mordfall zu helfen. Anfangs glücklich über ein Ende seiner unerträglichen Langeweile, wird Moon immer mehr klar, daß der Mord nur die Spitze eines Eisbergs ist. Eine Verschwörung von (wirklich!) unvorstellbaren Ausmaßen bedroht London!
Neben der ungewöhnlichen Geschichte, einer Mischung aus Arthur Conan Doyle und Edgar Allan Poe, besticht vor allem das sehr ungewöhnliche “Personal”: Moon ist ein Gentleman mit dubiosen Neigungen, sein Partner – der Schlafwandler – ernährt sich nur von Milch und scheint unverwundbar, einer ihrer Helfer lebt rückwärts durch die Zeit. Außerdem tauchen noch auf: ein Albino in Diensten der Krone, ein (mehr oder weniger) toter Dichter, zwei durch und durch böse Killer, ein Medium und einige mehr.
Es gibt, in bester Sherlock-Holmes-Manier, einen Erzähler – allerdings ist dieser zum einen Moon nicht sehr zugetan, zum anderen verfolgt er seine eigenen Ziele in der Geschichte…
“Eine letzte Sache, eine letzte Warnung: im Geiste der Fairness sollte ich noch einräumen, dass ich Beweggründe haben werde, Ihnen mehr als nur eine glatte Lüge aufzutischen.”
Verlag: Piper; ISBN: 978-3-492-70157-0; Preis: 19,90 Euro




