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Andreas Steinhöfel: Rico, Oskar und die Tieferschatten

mit 6 Kommentaren

tieferschatten.jpgRico soll im Auftrag seines Lehrers ein Ferientagebuch führen. Keine leichte Aufgabe, denn Rico ist „tiefbegabt“, schweift beim Erzählen gerne ab, kann sich keine langen Wege merken und wenn er sich aufregt, scheinen hunderte von Bingokugeln durch seinen Kopf zu springen. Wie gut, dass das Spannendste in seinem Leben die Krimiabende bei der Nachbarin Frau Dahling sind. Dies ändert sich allerdings, als Rico sich mit Oskar anfreundet, der hochintelligent ist und immer mit einem blauen Sturzhelm auf dem Kopf rumläuft. Als dann auch noch ein Kindesentführer ins Spiel kommt, wird es richtig aufregend und Rico muss über sich selbst hinauswachsen.

Mit „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ ist Andreas Steinhöfel ein ganz und gar ungewöhnliches Kinderbuch gelungen. Ricos naive Sicht auf die Welt ist so erfrischend, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen möchte. Hinzu kommt ein sehr unkonventioneller Humor, den ich in der Form noch in keinem anderen Kinderbuch gefunden habe. Kleine Kostprobe:

„Das Einkaufen lief prima. [...] Ich hielt der Kassiererin bei Edeka das Geld hin und sie gab mir den Rest raus und sagte, schönen Gruß an deine Mutter. Sie guckte dabei, als wünschte sie Mama in Wirklichkeit einen qualvollen Tod. Nachdem wir in die Dieffe gezogen sind, ist Mama nämlich mal bei ihr gewesen, um ihr freundlich zu erklären, dass ich nicht rechnen kann und dass sie schonmal einem beide Arme gebrochen hat, der mich betuppen wollte.“

Verlag: Carlsen, Preis: 12,90 €, ISBN: 978-3-551-55551-9

Mein Fazit: Mein absoluter Favorit unter den Frühjahrsnovitäten!

Geschrieben von Nadine Frings

Samstag, 1. März 2008 um 13:17

Veröffentlicht in Bücher, Kinderbuch, von N. Frings

6 Antworten

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  1. ulfcronenberg

    Freitag, 30. Mai 2008 um 21:35

  2. Ja, da ist er wieder zu Hochform aufgelaufen, obwohl an „Die Mitte der Welt“ einfach nichts rankommt, da hatte er ganz früh den ganz großen Wurf… :-)

    landeplatzderengel

    Dienstag, 22. Juli 2008 um 11:14

  3. Hallo Frank, ja, das sehe ich genauso. „Mitte der Welt“ ist einfach nicht zu toppen – allerdings spielt das Jugendbuch „Mitte der Welt“ natürlich sowieso in einer anderen Liga als das Kinderbuch „Rico…“

    ulfcronenberg

    Donnerstag, 14. August 2008 um 22:45

  4. das stimmt wohl, ulf, es ist allerdings auch gar kein jugendbuch (mitte der welt)… von daher ist es tatsächlich kaum ein vergleich… oder warum eigentlich nicht? ob er nun für kinder oder für erwachsene erzählt, es kommt ja drauf an, dass er erzählen kann…

    landeplatzderengel

    Freitag, 15. August 2008 um 21:10

  5. Also, ich würde schon sagen, dass „Mitte der Welt“ ein Jugendbuch ist, dass aber „Rico …“ eindeutig ein Kinderbuch ist. Damit sind sie natürlich auch schwer miteinander vergleichbar – aber gut geschrieben und erzählt sind sie beide.
    Davon abgesehen gibt es auch einiges von Andreas Steinhöfel, was ich nicht sonderlich gut fand („Der mechanische Prinz“ z. B.).

    Ulf Cronenberg

    Samstag, 30. August 2008 um 8:20

  6. Oh ja, da sind wir sehr einer Meinung… bezüglich des mechanischen Prinzen… :-)

    landeplatzderengel

    Montag, 8. September 2008 um 13:50


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